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ONLINE-ZEICHENKURS: "FEHLER" BEIM ZEICHNEN

Bemerkungen zu "Fehlern"

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Es gibt in der Kunst keine Fehler!

Und weil dem so ist, hier eine kurze Aufzählung der typischen Anfängerfehler:

  • Beim Malen von Landschaften und Häusern werden Häuser in falscher Perspektive dargestellt
  • Mond und Sonne werden zu groß gezeichnet,
  • die Lage des Horizonts wird falsch gezeichnet

Besonders viele und starke Fehler treten bei der Darstellung von Menschen auf:

  • Meist wird der Kopf im Verhältnis zum Körper zu groß dargestellt ("richtig": Größe = 8 oder 7 Kopfhöhen, abhängig vom Typ) ,
  • die Hände werden zu klein gezeichnet (legen Sie die Hand aufs Gesicht, Hand und Gesichtsfläche sind fast gleich),
  • für die Füße gilt das in noch stärkerem Maße,
  • die Gesichtsfläche nimmt einen zu großen Teil des Kopfes ein (wenn der Kopf ein Oval ist liegen die Augen in der Mitte!),
  • zusätzlich dazu werden die Augen im Verhältnis zum Gesicht zu groß gezeichnet (der Kopf ist 4,5 bis 5 "Augenbreiten" breit),
  • der Kopf selbst wird fast immer zu flach gezeichnet (der Kopf ist tiefer als die Gesichtsfläche breit),
  • usw...

Diese "Fehler" sind jedoch keine Fehler sondern Hinweise darauf, wie wir "eigentlich" sehen, denn die Zeichnung ist so etwas wie die Spur unseres Sehens auf dem Papier.

Immer wenn wir etwas sehen, interpretieren wir dieses. Die Verarbeitung der von den Augen aufgenommenen Bilder fängt bereits in diesen an, schon auf der Netzhaut werden Kontraste verstärkt und sehr wahrscheinlich auch schon Muster „verarbeitet“.

Jeder kennt die „optischen Täuschungen“, wie z.B. die beiden Striche mit „Pfeilenden“, die gleich lang sind, aber nicht so wahrgenommen werden können, oder die Beispiele der Parallele etc. Das liegt daran, dass wir den Strich nicht als Strich sondern im Kontext (also mit den eine Richtung andeutenden Pfeilen, die selbst nur 2 Striche sind!) sehen.
Eine Sammlung optischer Täuschungen finden Sie hier (www.panoptikum.net/optischetaeuschungen/)

Beim normalen Sehen interessiert uns nicht die Anordnung von Flächen und Linien (die schon eine Abstraktion der Grenze zweier Flächen sind), uns interessieren die Informationen, die diese uns über unsere Umwelt liefern. Deshalb fällt es uns so schwer, z.B. perspektivische Verkürzungen als Linien und Flächen zu sehen, wir „sehen“ immer die Körper in ihrer gesamten Masse und Abmessungen vor unserem inneren Auge. Wenn Sie versucht haben, nach der Anlegemethode den Winkel fluchtender Kanten zu bestimmen, werden Sie immer wieder überrascht gewesen sein, wie groß bzw. klein die Verzerrungen sind (*).

Bitte auf die Grafik klicken!Selbst so neutrale Anordnungen wie das nebenstehende schwarz weisse Bild interpretieren wir. Wenn wir das Bild ansehen, wirkt die Anordnung der schwarzen Rechtecke „labil“. Klicken Sie auf das Bild. Es wird um 180 Grad gedreht und die Anordnung wirkt jetzt „stabil“. In die Wahrnehmung der schwarzen „schweren“ Rechtecke fließen offenbar die Erfahrungen ein, die wir mit dem Stapeln von Kisten gemacht haben.


Wieder eine Anordnung schwarzer Flächen. Sehen Sie sich diese an, was sehen Sie? Klicken Sie auf das Bild, können Sie jetzt etwas erkennen?

Bitte auf die Grafik klicken!

* Innerhalb einer Distanz von 10 m kommen uns gleichgrosse Gegenstände unabhängig vom Abstand zu uns immer gleich groß vor, obwohl die Abbildungen der Gegenstände auf der Netzhaut unterschiedlich gross sind. In der Wahrnehmungspsychologie ist das als "Gesetz der konstanten Größe" bekannt.

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