| ONLINE-ZEICHENKURS: ÜBUNGEN: EINLEITUNG |
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Einige Vorbemerkungen zu den Übungen. Wenn sie die hier gegebenen Anregungen umsetzen wollen, sind Sie die nächsten Monate beschäftigt. Drucken Sie sich die hier aufgelisteten Anregungen aus und probieren Sie dann einfach die ein oder andere.
Sie werden schnell lernen, aber vielleicht werden Sie nicht merken, dass Sie lernen. Deshalb hier der dringende Rat:
Bewahren Sie Ihre Zeichnungen auf, auch wenn Sie glauben, dass diese misslungen sind, und datieren Sie diese. Im Rückblick, nach ein paar Wochen oder Monaten, werden Sie beim Betrachten der Zeichnungen erstaunt feststellen, welche Fortschritte Sie gemacht haben ohne es zu merken.
Die ersten Zeichenübungen sollten Sie mit absolut unbewegten Motiven machen. Bauen Sie sich ein Stilleben aus Alltagsgegenständen auf, das Sie ev. eine längere Zeit stehen lassen können. Oder zeichnen Sie einfach Ihre Umgebung, den Blick aus dem Fenster ...
Anmerkungen zum Akt- /Portraitzeichnen:
Sollten Sie Portrait- oder Aktzeichnungen machen wollen, ein paar kurze Anmerkungen:
Eine der Schwierigkeiten beim Aktzeichnen oder Portraitzeichnen, die besonders Anfängern und nach meinen Erfahrungen selbst langen Jahre Zeichnenden nicht bewusst ist, ist, dass Modelle nicht die Stellung halten können.
Sie sinken nach kurzer Zeit (1-2 Min) in eine „Ruhestellung“, danach ändern sich die Stellungen mehr oder weniger schnell. Bei längeren Posen sollte man also grundsätzlich 2-3 Minuten warten, bis das Modell „eingesunken“ ist. Die Zeit kann man dazu nutzen, kurz die vorherige Stellung noch einmal zu skizzieren. Aber auch später ändert sich immer die Stellung, denn eine bestimmte Haltung 20 min einzunehmen strengt immer an, Muskelgruppen ermüden und das Blut staut sich. Dadurch ändern sich die Haltungen zwangsläufig.
Dem Zeichnenden wird das meist nicht bewusst, da es sehr langsam geschieht. Will man das Modell „ganz genau“ zeichnen, und „klebt“ deshalb an den Einzelheiten des Motivs - und als Anfänger bleibt einem gar nichts anderes übrig - führt das dazu, dass man immer wieder bereits gezeichnete Stellen korrigieren muss, oder dass sogar Körperteile nicht mehr zueinander passen.
Deshalb ist es nicht unklug, die ersten Zeichenschritte mit Stilleben zu machen.