eol - ex oriente lux!  Zeichenkurs: Grundlagen des Zeichnens
ZEICHENKURS - PERSPEKTIVE: ZENTRALPERSPEKTIVE

Quadrate in der Zentralperspektive

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Die Perspektive ist bei den meisten, die Zeichnen lernen möchten, sehr beliebt. Offensichtlich können hier Regeln gegeben werden, die, wenn man sie befolgt, schnell ein "richtiges" Ergebnis liefern. Genau darin liegt die Gefahr der hier gegebenen Regeln. Zeichnungen sollen "lebendig" wirken, Zeichnen nach den hier gegebenen Regeln, ev. sogar mit Lineal, führt zu sterilen Zeichnungen. Das kann gewünscht sein, oft ist es das aber nicht. Abweichungen von perspektivischen Regeln, Ungenauigkeiten werden oft sogar als angenehm empfunden.

Sie sollten die Regeln kennen, um Sie im Hinterkopf zu haben, wenn Sie zeichnen. So vermeiden Sie grobe Fehler. Um jedoch nach der Natur zu zeichnen, reicht es, wenn Sie die Methoden zum Erfassen von Motiven anwenden, die im ersten Kurs geschildert wurden, insbesondere das Messen. Wenn Sie diese Methoden anwenden, sollten Sie auch perspektivisch korrekte Zeichnungen machen können, ohne die Regeln zu kennen.

 

 

Gegeben sind der Hauptpunkt (Fluchtpunkt) und der Distanzpunkt. Der Hauptfluchtpunkt liegt bei der Zentralperspektive, wie schon behandelt, ungefähr in der Mitte des Bildes. Der Distanzpunkt ist nun der Fluchtpunkt der Diagonalen perspektivisch korrekt gezeichneter Quadrate, deren Kante parallel zur Bildebene liegen (wenn Sie wollen, lesen Sie noch einmal Auge und Fluchtpunkt).

Diesen Distanzpunkt müssen Sie in der Praxis abschätzen.

Wenn Sie vor einem Motiv stehen, dessen Linien auf einen zentralen Fluchpunkt zulaufen, legen Sie sich den Bildausschnitt fest, das heißt, Sie klären, was auf Ihr Papier gezeichnet werden soll. Dann liegen die Distanzpunkte in etwa 1,5 bis 2 Bildbreiten neben dem Bildausschnitt, den Sie zeichnen wollen auf der Horizontlinie (meist also auch neben dem Papier, es sei denn, Sie zeichnen ein kleines Bild auf ein großes Blatt :-) )

Zur Erläuterung des Zusammenhangs betrachten Sie die nebenstehende Grafik. Das Bild hier zeigt den Zeichner von oben, eingezeichnet sind der Standpunkt des Zeichners, der Sehwinkel von idealerweise max. 30 Grad und die Diagonale von 45°. Das Blaue ist die "Kante" der "Bildebene" von oben gesehen (also die Ebene, auf der Sie zeichnen).

Der Distanzpunkt ist ca. 1,5 Bildbreiten neben dem Bild. Wenn Sie den Bildausschnitt kleiner, also einen engeren Sehwinkel wählen, bleibt der Distanzpunkt an der selben Stelle, ist dann logischerweise jedoch mehr Bildbreiten vom Bild selbst entfernt. 1,5 bis 2 Bildbreiten sind gute Werte, es kommt nicht auf den exakten Wert an.

In den folgenden Beispielen liegt der Distanzpunkt viel zu nah am Fluchtpunkt. Trotzdem habe ich ihn so gezeichnet, damit er im Bild ist...

 

Zentralperspektivische Konstruktion liegender Quadrate

Die hochkant stehenden Vierecke aus drei Quadraten liegen in einer Ebene parallel zur Gesichtsebene des Betrachters.

Für Vierecke, die in einer dieser Ebenen liegen, treten keine perspektivischen Verzerrungen auf, sie werden nur kleiner, wenn sie weiter weg liegen und größer, wenn sie näher sind. Der Grund ist, dass die Steigung von Geraden, die in dieser Ebene liegen, durch die Perspektive nicht geändert werden.

Verschiebt man die hochstehenden Vierecke nach vorne oder hinten, ändern sich deren Größen, nicht aber die Proportionen.

Werden die Vierecke in der Realität nur nach vorne und hinten verschoben, ohne seitlich bewegt zu werden, bewegen sie sich also parallel zur Sehachse des Betrachters, scheinen sich die Eckpunkte der Projektionen auf Linien zu bewegen, die durch den Hauptpunkt (zentralen Fluchtpunkt) laufen.

Die Kanten gleicher Vierecke, die in der Realität also genau hintereinander stehen, liegen auf einer zum Hauptpunkt fluchtenden Linie.

 

Zentralperspektivische Konstruktion liegender Quadrate

Wenn man zentralperspektivisch korrekt ein Quadrat in eine Ebene zeichnen will, geht man wie folgt vor:

Gegeben sind der Hauptpunkt, der Distanzpunkt, und ein Quadrat. Hier will ich das senkrecht stehende Quadrat zeichnen.

Zuerst zeichnen sie eine Grundlinie ein. Diese Gundlinie ist die Gerade, in der die senkrechte Bildebene die waagerechte Bodenfläche schneidet.

Sie legen jetzt auf der Grundlinie die Breite des gewünschten Quadrates fest. Das Quadrat kann z.B. als Grundriss vorgegeben sein, wahrscheinlicher ist jedoch, dass Sie beim Freihandzeichnen die Lage der Grundlinie und die Breite des Quadrates einfach schätzen oder mit dem Stift bzw. Pinsel abmessen.

Von den auf die Grundlinie projizierten Eckpunkten ziehen Sie Linien zum Fluchtpunkt. Dann ziehen Sie eine Linie vom linken Eckpunkt zum rechten Distanzpunkt (bzw. umgekehrt vom rechten Eckpunkt zum linken Distanzpunkt). Diese Linie markiert die Diagonale des Quadrates, denn der Distanzpunkt ist ja der Fluchtpunkt aller Linien, die zum Sehstrahl des Betrachters einen Winkel von 45 Grad haben (und in einer Ebene parallel zur Bodenebene liegen).

Der Schnittpunkt dieser "Diagonalenlinie" mit einer der Fluchtlinien zum Hauptpunkt markiert eine "hintere Ecke" des zu zeichnenden Quadrates. Durch diesen Punkt zieht man eine Parallele zur Grundlinie und findet so den 2. hinteren Punkt. Jetzt hat man alle 4 Punkte.

Alternativ zum Ziehen der Parallel zur Grundlinie hätten Sie auch die Breite des Quadrats auf der Grundlinie ein zweites mal zeichnen und vom äussersten Eckpunkt wieder eine Linie zum Distanzpunkt ziehen können. Diese hätte sich ebenfalls mit den Linien zum Fluchtpunkt geschnitten (und dabei zusätzlich die Höhe eines selben Quadrates markiert, das genau hinter dem Ersten richtung Fluchpunkt liegt).

Als Anmerkung sei noch erwähnt, dass der Distanzpunkt natürlich auch links liegen kann.

 

 

Zentralperspektivische Konstruktion liegender Quadrate

Diese Konstruktionsschritte können von jeder Grundlinie aus vollzogen werden. Insbesondere kann die hintere Kante des projizierten Quadrates wieder zur Grundlinie eines weiteren Quadrates oder einer ganzen Reihe werden.

Auf diese Art werden z.B. Böden mit Kacheln gezeichnet. Die Quadrate werden "nach hinten" immer kürzer und schmaler...

 

Zentralperspektivische Konstruktion liegender Quadrate

Noch einmal das selbe. Die rechte Figur zeigt, wie Sie aus dem Schnittpunkt der Verbindung Distanzpunkt-Ecke und aus den Linien zum Fluchtpunkt das nächste Quadrat konstuieren können..,

 

Zentralperspektivische Konstruktion liegender Quadrate

Die Zeichnungen noch einmal als PDF:
Zentralperspektive: Konstruktion von Quadraten

 

 

 

 

 

 
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