| ZEICHENKURS - PERSPEKTIVE: FROSCH- UND VOGELPERSPEKTIVE |
Frosch- und Vogelperspektive |
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Beim genauen Geradeausgucken befindet sich der Horizont im Mittelpunkt des Sehbereichs. Das heißt, der Himmel und die Erde nehmen gleich große Bildausschnitte in Anspruch, die Horizontlinie trennt das Bild in der Mitte.
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Unter dem "Sehkegel" verstehe ich den Bereich, in dem man (ohne die Augen zu bewegen) ein Objekt mit einem Blick erfassen kann. Das Gesichtsfeld des Menschen ist wesentlich größer, wir erkennen Bewegungen, die sich seitlich von uns fast auf fast gleicher Höhe mit uns ereignen. Allerdings nur Bewegungen, kein Bild. Der "Sehkegel" ist hier gelb eingezeichnet. Der Öffnungswinkel, der nötig ist, um ein Motiv völlig zu erfassen (incl. des Raums um das Motiv) sollte unter 30 Grad liegen. Ist er größer, treten Verzerrungen in der perspektivischen Darstellung auf, die Darstellung wird als unnatürlich empfunden. Meist lassen sich jedoch größere Sehwinkel nicht vermeiden, besonders bei Darstellungen in Innenräumen. Die Horizontlinie ist hier blaugrau eingezeichnet.
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Wenn wir einfach geradeaus sehen, also der Sehstrahl waagerecht läuft, sehen wir eine normale Perspektive. Die Sehachse liegt in der Horizontebene, in der sich auch immer die Augen des Betrachters befinden.
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Geht die Sehachse nach oben, guckt der
Betrachter also hoch, spricht man von einer "Froschperspektive".
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Geht die Sehachse nach unten, spricht
man von einer "Vogelperspektive".
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Noch einmal die "Vogelperspektive". Das heißt aber nicht, daß in der Vogelperspektive immer auf alle Gegenstände gesehen wird. Von Gegenständen, die sich oberhalb der Augenhöhe des Betrachters und sich trotz der Vogelperspektive noch im Bild befinden, sieht der Betrachter auch in der Vogelperspektive die Unterseite.
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Und im Vergleich dazu die "Froschperspektive". Aus der Grafik geht hervor, daß sowohl die Vogel- als auch die Froschperspektiven so stark sein können, daß der Horizont gar nicht mehr im Bild erscheint. |
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Ohne Bild:
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Zum Frosch. Leicht erkennbar liegt der natürliche Horizont, also die Augenhöhe des Betrachters weit über dem Bild. Der in Natura waagerechte Boden füllt das gesamte Bild aus. Bei dem Bild handelt es sich also um ein Foto, das eindeutig aus der Vogelperspektive aufgenommen wurde.
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