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Im Gesicht gibt es mehrere "ausgezeichnete Punkte", auf die Sie beim Zeichnen besonders achten werden. Hier eine kurze Liste der Punkte. Bei der Auflistung der Punkte halte ich mich ungefähr an die Reihenfolge, mit der man sie auch beim Zeichnen berücksichtigt:
- Augen, Innenwinkel und Aussenwinkel,
- Nasenspitze, Nasenbreite,
- Mundoberkante und Mundunterkante, Aussenwinkel des Mundes,
- Kinnunterkante,
- Lage der Augenbrauen, Innen- und Aussenkante,
- Breite des Kopfes auf Höhe der Augen,
- Breite des Unterkiefers,
- Höhe des Kopfes,
- Übergang Hals zur Schulter,
- Lage der Schlüsselbeine,
- Lage der Ohren (Ober- und Unterkanten)
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Gesichter lassen sich schematisch gliedern. Das Bild ist zwar keine
wirkliche Frontalaufnahme, kommt dieser aber nahe.
Ins Bild sind einige Hilfslinien eingezeichnet.
- Manche Zeichner zeichnen sich die (hier schwarze) Senkrechte,
die Mittelachse, als Hilfslinie ein. Beachten Sie, dass
die meisten Gesichter mehr oder weniger stark asymmetrisch
sind. Diese Asymmetrien werden mit wachsendem Alter stärker.
"Krumme" Nasen, aber auch unterschiedlich breite Gesichtshälften
sind nicht Ausnahmen, sondern die Regel. Dass die (tatsächlich
aber auch krumme) Nase hier nicht auf dieser Hilfslinie
ist, liegt jedoch daran, dass es sich hier nicht um ein
genaues Frontalportrait handelt, sondern der Kopf eine
Kleinigkeit gedreht ist.
- Portraits werden oft mit
einer waagerechten Linie, auf der man die Position
der Pupillen festlegt, begonnen. Auf dieser
Linie markiert man dann die Lage der Augeninnen- und
aussenwinkel.
- Danach schätzt man meist die Steigung der hier eingezeichneten
grünen
Diagonalen ab, deren Schnittpunkt markiert die
Lage der Nasenspitze.
- Der nächste Schritt ist meist, die Lage des Striches zwischen
Unter- und Oberlippe durch eine Waagerechte zu
markieren (hier rot).
- Dann zieht man senkrechte Linien durch die Augeninnenwinkel,
hier blau gestrichelt, diese Linien sind Hilfslinien,
an denen man die Nasen- und Mundbreite abschätzen
kann. Diese Maße trägt man dann ein.
- Eine Waagerechte unter der Kinnspitze markiert die untere
Grenze des Gesichts, eine andere die obere des
Kopfes. Hat der Dargestellte mehr Haare als unser
Modell, würde man Haaransatz und oberste Kante
des Kopfes markieren.
- Meist arbeitet man die inneren Bereiche des Gesichts wie
Augen, Nase, Mund etwas heraus, bevor man die
Breite des Kopfes auf der Höhe der Augen, die Lage
der Ohren, der Unterkieferknochen etc. einzeichnet.
- Meist zuletzt, aber trotzdem sehr wichtig, wird
die Länge und Breite des Halses, die Lage des
Schulteransatzes und der Winkel, in dem die Schultern
abfallen, eingezeichnet.
Die hier beschriebene Vorgehensweise ist relativ häufig, ist
jedoch kein "Muss". Es gibt viele Zeichner, die anders anfangen,
auch abhängig vom Motiv. Bei Halbportraits mit einer markanten
Kontur des Gesichts ist es oft günstig, mit dieser anzufangen
um dann von markanten Punkten der Kontur auszugehen.
Ein malerischer Ansatz wäre,
zuerst die "Schattenflächen" und Augenhöhlen als
Flächen, z.B. mit Hilfe einer leichten, hellen Schraffur, anzulegen
und zu verschieben. Mit wachsender Übung
und Erfahrung werden Sie Ihre eigenen Strategien entwickeln.
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