| ZEICHENKURS - PORTRAIT |
Proportionen antiker Porträts |
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In der Antike ging man davon aus, dass in der Natur bestimmte Zahlenverhältnisse vorgegeben wären und dass "Schönheit" und "Harmonie" sich im Einhalten dieser Verhältnisse manifestieren würde.
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Die Gesichtsproportionen der meisten klassischen Statuen gehorchen einem Schema. Der Kopf wird in vier gleichgroße Teile unterteilt:
Das unterste dieser vier Teile wird wieder in vier Teile geteilt:
Die klassischen Statuen haben damit ein größeres Kinn als die meisten lebenden Menschen. Wie gesagt, die obigen Regeln sind Idealisierungen. Die Gesichtsproportionen weichen in der Realität beträchtlich von diesen „Idealmaßen“ ab, gerade das macht ja die Individualität und Einigartigkeit von Gesichtern aus. Die meisten Anfänger zeichnen die Lage der Ohren am Kopf falsch. In der nebenstehenden Profilansicht sehen Sie, dass die Ohren relativ weit "hinten" am Kopf sitzen. Der Abstand vom Auge zur Kinnunterkante entspricht in etwa dem Abstand von der Pupille bis zum Ohr. Sehen Sie sich die Lage des Ohres in der Profildarstellung an, zählen Sie die eingezeichneten Quadrate und vergleichen Sie die Abstände der einzelnen Gesichtselemente. Hier noch einmal die wichtigsten Regeln als Zusammenfassung:
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Abb aus: Carl Ehrenberg, "Die Kunst des Zeichnens", Verlag Otto Spamer, Leipzig 1892. |
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