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Die Fähigkeit des Menschen, andere zu erkennen ist alles andere als trivial.
Eine kurze Aufzählung soll das hier verdeutlichen:
- Wir erkennen Freunde, wenn wir sie an einer Bushaltestelle stehend oder beim Vorbeigehen sehen. Auch nach längerer Zeit, wenn wir Ihre aktuelle Kleidung nicht mehr kennen und wenn wir sie nur von hinten sehen, können wir sie erkennen. Wir erkennen sie also am Gang, an der Körperhaltung und an einer ihnen eigenen Kleidungswahl.
- Gesichter werden unter verschiedenen Beleuchtungen und sogar teilweise verdeckt erkannt. Wir erkennen Fotos von Bekannten, egal ob sie mit offenem Mund schreien, lachen oder Grimassen schneiden.
- Jeder, der sich im Karneval schon einmal mit der Absicht verkleidet hat, von seinen Freunden nicht erkannt zu werden, weiß, wie stark man das Gesicht ändern muss, um unerkannt zu bleiben. Eine Pappnase reicht dazu nicht, obwohl sie ein markantes Detail des Gesichts stark verändert.
- Wir erkennen Bekannte auf Zeitungsfotos im Hintergrund einer Menschenmenge, obwohl das entsprechende Gesicht winzig klein und teilweise verdeckt zu sehen ist.
- Wir erkennen Schulkameraden, die wir als 18 j ährige das letzte Mal gesehen haben, auch noch mit 60 oder 70, obwohl sich die Gesichter stark geändert haben. Das gilt übrigens nicht unbedingt, wenn man den entsprechenden Menschen das letzte Mal vor oder am Anfang der Pubertät gesehen hat.
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