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ZEICHENKURS - PORTRAIT

Die Nase

 

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Ein Spezialfall eines Portraits ist das „Frontalportrait“. Der größte Nachteil dieser Art von Portraits ist, dass die räumliche Architektur des Gesichtes schlechter darstellbar ist als z.B. beim Halbprofil. Das heißt konkret, dass man einem Frontalportrait schlecht ansieht, ab die Kieferpartie vorragt, das Kinn zurückgesetzt ist oder eben welche genaue Form die Nase hat (das kann auch von Vorteil sein, es kommt auf die Nase und die Absicht an!). Die Nase ragt aus dem Gesicht heraus, in der frontalen Ansicht ist sie jedoch nur eine helle Fläche, das Profil der Nase lässt sich nur ungenügend durch Schatten andeuten.

Dieser Darstellung sieht man schwer an, ob die Nase im Profil extrem hakenförmig oder gerade ist, ob sie weit aus dem Gesicht herausragt oder flacher ist. Diesen Effekt kennt der Betrachter und erwartet im allgemeinen bei einem Frontalbild auch keine weiteren Informationen über die Form der Nase.

Die Bilder zeigen erkennbare und komplette, wenn auch schematisierte Bilder. Wenn Sie sich die Nasen ansehen, sehen Sie, dass diese lediglich aus der Zeichnung der Nasenflügel und einer „Andeutung“ im Augenbrauenbereich zwischen den Augen bestehen. Trotzdem hat man nicht das Gefühl, dass etwas fehlt.

Wichtig für die Ähnlichkeit ist, wie oben zu den Gesichtsproportionen schon ausgeführt, der Winkel zwischen den Augenaussenkanten und der Nasenspitze bzw. dem „Rand“ der Nase. Die Lage von Kinn, Mund, Nasenspitze und Augenhöhlen zueinander und die Flächen, die dadurch bestimmt werden, sind entscheidende Kriterien für eine Ähnlichkeit. Das bedeutet, dass die Nasenfl ügel in der Zeichnung erkennbar sein müssen, Außerdem sollte der Winkel, in dem die Nasenfalten von den Flügeln abfallen (natürlich optisch!) angedeutet werden. Diese Falten prägen sich übrigens im Alter aus und sind eines der Merkmale, mit denen man Gesichter altern lassen, bzw. durch Wegnahme verjüngen kann.

Wenn der Nasenrücken fehlt bzw. nicht ausgezeichnet ist, wird das in den meisten Fällen nicht stören. Auch auf frontal aufgenommen Fotos werden Sie, wenn das Licht von vorn in Gesicht fiel, überraschend wenig Informationen zum Nasenrücken finden. In der Umkehrung heißt das jedoch, dass eine sehr dunkel eingezeichnete Nase stark auffällt und als groß wahrgenommen wird.

Beim Zeichnen wird man die Nase verschieben und gegebenenfalls stauchen oder dehnen. Generell gilt, dass die Nase, wenn sie etwas dunkler als die Gesichtsfläche ist, größer wirkt. Starke Schatten seitlich neben der Nase suggerieren, dass diese höher und länger ist. Dieser Effekt kann durch ein Aufhellen des Nasenrückens noch verstärkt werden.

In der Profilansicht eines Gesichts sieht man, ob der Nasenrücken zwischen den Augen hoch oder niedrig ist.

Kinder haben niedrige Nasenrücken, weil die Knochen noch nicht so ausgeprägt sind. Ein Gesicht läßt sich also unter anderem „kindlicher“ machen, indem der Nasenrücken optisch abgesenkt wird, wichtig bei der Darstellung von Jugendlichen. Das geschieht in der Frontalsicht durch eine Reduktion der Schatten neben dem Nasenrücken und gleichzeitiges Abdunkeln im Bereich zwischen den Augen, so dass der Kontrast zwischen Nasenrücken und Augenhöhlen abgeschwächt wird.

Nasen von Frauen sind meist kleiner und weniger klobig als die von Männern.

Nasen und Ohren wachsen im Alter und werden „grober“. Ebenfalls gilt, dass Nasen fast nie „gerade“, das heißt symmetrisch zu einer Senkrechten sind. Diese Asymmetrien werden in der Regel ebenfalls im Alter größer.

Eine große, aus dem Gesicht ragende Nase lässt sich auch durch eine starke Stukturierung des Nasenrückens mit einer gut sichtbaren Darstellung von Knochen und gegebenenfalls Knorpel erreichen. Kleine Nasen sind meist „glatter“ und „weicher“. Der Grund liegt darin, dass ja gerade das stark ausgeprägte und damit sich abzeichnend Nasenbein die Nase aufbaut und herausragen lässt. Die in der Frontalen sichtbare Struktur lässt den Betrachter also eine herausragende Nase assoziieren.

Eine weiter Möglichkeit, den Winkel der Nase zu erahnen, liegt in der Art, wie die Nasenlöcher dargestellt werden. Relativ gut sichtbare, von „unten einsehbare“ Nasenlöcher weisen auf einen steilen Winkel des Nasenrückens hin.

 


Bilder 250 breit,
Vergrößerungen 600 breit

 

 

 
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